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Medizin und Prozessmanagement


stephan-essmeyerDas zeitgleiche Auftreten von Zeit- und Kostendruck sowie der Ruf nach mehr Kundenorientierung und kompromissloser Qualität zwingt viele Krankenhäuser, die bestehende Organisation zu hinterfragen und teilweise radikal zu ändern.

 

Diese Aufgabenstellung trifft die Organisation häufig unvorbereitet und stellt diese vor große Herausforderungen.


Analysen, Beratung

Der Fachbereich Medizin und Prozessmanagement befasst sich sowohl mit den Organisationsmethodiken, wie auch den dazu notwendigen Werkzeugen sowie der Unterstützung entsprechender Projekte:

  • Prozessanalysen 
  • Moderation von Arbeitsgruppen 
  • Ausschreibungen 
  • Einführung klinischer IT-Systeme

Die steigende Verzahnung von EDV-Anwendungen erfordert systemübergreifende Ansätze, um den gewünschten Nutzen der IT-Investitionen realisieren zu können. Lösungen entstehen erst, wenn kundenspezifische Ziele und Organisation sowie technische Möglichkeiten bestmöglich aufeinander abgestimmt werden. Umsetzen kann das nur, wer die Sprache der Anwender spricht und langjährige Erfahrung mit den Produkten der Softwareindustrie aufweisen kann. Für uns ist eine Systemeinführung erst beendet, wenn die Ziele erreicht, sprich der gewünschte Nutzen realisiert wurde.
 
Die Mitglieder unseres Teams kennen alle Aspekte der Aufgabenstellung: die der Geschäftsführung und des Anwenders aus praktischer Tätigkeit auch in Gesamtverantwortung im Krankenhausbereich sowie die des Softwareanbieters aus ebenfalls langjähriger Berufserfahrung. Hinzu kommen Ausbildungen im Projektmanagement und mehrjährige Praxis in der Implementierung von Lösungen im Gesundheitswesen.
 
Auf dieser Basis sind wir heute imstande, EDV-Systeme schneller sowie kosten- und nervenschonender einzuführen, als dies meist der Fall ist. Unsere Expertise umfasst derzeit folgende Systeme:

 


OP-Dokumentation
 
Für jede Dokumentation das richtige Medium. So könnte man unsere Maxime bei der Einführung einer elektronisch unterstützten OP-Dokumentation formulieren. Die Vielfalt und Komplexität einer Operation und den damit verbundenen Dokumentationsaufgaben müssen zielgerichtet und effizient erfolgen können. Die Dokumentation darf nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen, als der Eingriff selbst.


 
OP-Planung
 
Planen kann nur, wer den Überblick hat. Und eine OP-Planung erfordert häufig auch Abstimmung mit Stationen und Leistungsstellen. Daher ist es besonders wichtig, den gesamten Planungsprozess zu betrachten und entsprechend elektronisch zu unterstützen. Gleichzeitig basiert die spätere OP-Dokumentation auch auf den Plandaten, weshalb beide Systeme aufeinander abgestimmt werden müssen.


 
OP-Berichtschreibung
 
Obwohl jeder Patient anders ist, folgen Operationen meist festen Regeln. Diese Standardisierung in der Berichtschreibung zu nutzen, ist eine der wesentlichen Aufgabenstellungen bei der Optimierung der OP-Berichtschreibung. Sinnvolle Werkzeuge zu finden, die den Operateur bei seiner Dokumentation unterstützen, ist ein weiterer. Dabei geht es nicht darum, mit unflexiblen Textbausteinen einigermaßen sinnvolle Berichte zu generieren, sondern mit dynamischen Textbausteinen ein intelligentes Dokumentationswerkzeug einzusetzen.


 
Radiologie-Informationssyteme
 
Aufgrund des großen Leistungsspektrums, der umfangreichen Dokumentation und der zentralen Positionierung eines RIS und den daraus resultierenden Schnittstellen, ist die Einführung eines solchen Systems häufig sehr zeitaufwendig. Das muss es nicht sein. Durch strukturierte Datenerhebung sowie Empfehlungen und Unterstützung beim Stammdatenaufbau kann der Aufwand für die Abteilung minimiert werden. Dadurch läuft der Betrieb auch während der Einführung eines neuen Dokumentationssystems ohne Störungen weiter.


 
Leistungskommunikation
 
Elektronische Leistungsanforderungen sollten mehr sein, als nur das Abbild der Papieranforderungen, denn die EDV kann weit mehr als Papier. Die Optimierung des Anforderungsprozesses umfasst Analyse, Modellierung und Implementierung der Prozesse.


 
Leistungsstellen-Dokumentation
 
Dokumentationen von Leistungsstellen bestehen in der Regel aus standardisierbaren und freien Daten und entsprechend müssen die Systeme implementiert werden. Gleichzeitig müssen mit der Dokumentation Informationen für Abrechnung und Kostenrechnung generiert werden. Die Aufgabenstellung umfasst die Entwicklung konsistenter, überlappungsfreier Kataloge ebenso, wie die Hinterlegung der Regeln zur Generierung abgeleiteter Größen.


 
Endoskopie-Dokumentation
 
Die Endoskopie-Dokumentation erfolgt häufig mittels spezialisierter Subsysteme, die mit dem KIS-System intensiven Datenaustausch betreiben. Häufig müssen Daten aufbereitet, d. h. dem jeweiligen Weiterverarbeitungsprozess angepasst werden. Die Aufgabenstellung besteht in der nahtlosen Integration der entsprechenden Systeme.


Ambulanz-Organisation
 
Neben den vielfältigen Abrechnungs- und Dokumentationsarten, die eine Ambulanz auszeichnen, werden auch besondere Anforderungen an die medizinische und kostenrechnerische Datenerfassung gestellt. Schnelligkeit und Einfachheit sind zentrale Aufgabenstellungen, die mit der Implementierung der jeweiligen Systeme erreicht werden müssen.


 
Stationsarbeitsplatz
 
Administrative, pflegerische und medizinische Tätigkeiten müssen vom Stationsarbeitsplatz aus erledigt werden. Die meisten davon befinden sich innerhalb eines Prozesses, haben also einen vorgelagerten Auslöser. Daher besteht eine der Hauptaufgaben bei der Implementierung eines Stationsarbeitsplatzes in der Integration des Systems in die Abläufe des Hauses. Die geringe Anzahl von Arbeitsplätzen bei einer Vielzahl an Arbeitsschritten und Prozessen, die über den Stationsarbeitsplatz erledigt werden, bedingen eine genaue Modellierung des Arbeitsalltags.


Arztarbeitsplatz
 
Der Arztarbeitsplatz ist in erster Linie ein Management-Arbeitsplatz. Wichtige Funktionen sind Übersichtlichkeit und direkte Anzeige offener Aufgaben oder anderer wichtiger Informationen. Gleichzeitig ist er die Schaltzentrale für die Informationsverarbeitung der Patientenbehandlung. Die Implementierung erfordert die exakte Erhebung der jeweiligen ärztlichen Arbeitssituation, die sich zwischen den einzelnen Fachrichtungen extrem unterscheiden können. Ohne diese Prozessmodellierung besteht die Gefahr, den Arztarbeitsplatz zum Arbeitshindernis werden zu lassen.


Medizinische Dokumentation
 
Systeme zur Unterstützung der medizinischen Dokumentation sind häufig heterogen und umfassen vielfältige Aufgaben. Das Ziel der Implementierung besteht darin, die Dokumentation umfassend, schnell und zuverlässig erledigen zu können. Bei der Prozessmodellierung muss darauf geachtet werden, dem Anwender eine leicht zu überblickende Programmwelt zu bieten und Arbeitsabläufe weitestgehend zu automatisieren. In der Ausgestaltung dieser Systemwelt besteht die eigentliche Herausforderung.


 
Arztbriefschreibung
 
Der Arztbrief steht am Ende der Behandlungspfade, die Wege seiner Entstehung sind vielfältig. Effizienz kann in der Briefschreibung nur erreicht werden, wenn einerseits möglichst viele Informationen automatisiert in das Dokument einfließen, anderseits die Generierung von freier Beschreibung, wie z. b. bei der Epikrise, durch Werkzeuge unterstützt wird. Dabei reicht das Spektrum vom digitalem Diktat über intelligente Textbausteinsysteme bis hin zur Spracherkennung.


 
Befundschreibung
 
Die Erstellung von Befunden lässt sich häufig durch den Einsatz elektronischer Werkzeuge beschleunigen. Die Palette der Möglichkeiten reicht vom digitalen Diktat über die Verwendung intelligenter Textbausteinsysteme bis hin zur Spracherkennung. Die Herausforderung besteht in der Wahl des richtigen Werkzeugs, seiner Ausgestaltung und der optimalen Integration in den Arbeitsprozess.
 
 
Aufbau von Leistungskatalogen
 
Leistungskataloge sind ein zentraler Baustein der Dokumentation. Von ihnen leiten sich Abrechnung und Kostenrechnung ab. Fehler in den Katalogen führen nicht nur zu Mehrarbeit bei deren Pflege, sondern erschweren häufig sinnvolle Analysen des Leistungsgeschehens. Aufgrund dieser Reichweite müssen Leistungskataloge aufgabengerecht entworfen und implementiert werden.


 
System Neutrale Leistungen
 
Viele Krankenhaus-Informationssyteme verwenden das System der Neutralen Leistung, d. h. die Bildung eines Leistungskataloges unabhängig von Abrechnungs- oder Kostenrechnungssystematiken. Das ermöglicht die Automation hinsichtlich Abrechnung und Kostenrechnung, erfordert aber auch den Aufbau eines komplexen Katalogsystems, um Fehler bei der Generierung abgeleiteter Leistungen zu minimieren.  

 


 

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